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Zahlungsarten für Gastronomie

Branchenprofil · Stand: 2026-09-26 · Redaktion

Gastronomie
Symbolbild Gastronomie

Kurz beantwortet

In Restaurants, Cafes und Imbissen dominiert der schnelle, kontaktlose Bezahlvorgang direkt am Tisch oder an der Theke.

In der Gastronomie steht Geschwindigkeit im Bezahlvorgang im Vordergrund, da lange Wartezeiten an der Kasse den gesamten Betriebsablauf verzögern können. Kontaktlose Kartenzahlung mit Girocard, Kreditkarte oder mobilen Wallets wie Apple Pay und Google Pay hat sich daher als bevorzugte Zahlungsart etabliert, da sie ohne PIN-Eingabe unterhalb des Kontaktlos-Limits besonders zügig abläuft. Barzahlung bleibt insbesondere in kleineren, inhabergeführten Betrieben und bei kleinen Beträgen weiterhin relevant, wird aber zunehmend durch Kartenzahlung ergänzt oder abgelöst.
Ein wachsender Trend ist die Bezahlung direkt am Tisch über mobile Kartenterminals oder QR-Code-basierte Systeme, bei denen Gäste ihre Rechnung selbstständig über ihr Smartphone begleichen und dabei auch das Trinkgeld direkt hinzufügen können. Lieferdienste und Bestellsysteme für Abholung setzen dagegen meist auf Online-Vorabzahlung per Kreditkarte, PayPal oder Wallet, um Zahlungsausfälle bei Nichtabholung zu vermeiden.
Für die Gastronomie ist zudem die zuverlässige technische Funktion der Terminals entscheidend, da ein Ausfall während des Betriebs unmittelbar zu Umsatzverlust und Kundenunzufriedenheit führt, weshalb viele Betriebe auf ein Kartenterminal mit Offline-Autorisierung als Absicherung bei Verbindungsproblemen setzen.

Was die Branche vom Zahlungsmix braucht

  • Sehr schnelle Kartenzahlung, meist kontaktlos, direkt am Tisch oder an der Theke
  • Ausfallsichere Terminals mit Offline-Autorisierung bei Verbindungsproblemen
  • Einfache Trinkgeld-Funktion direkt im Bezahlvorgang
  • Weiterhin verlässliche Barzahlungsmöglichkeit für traditionelle Gäste
  • Vorabzahlung für Lieferung und Abholung zur Vermeidung von No-Shows
  • Robuste, mobile Terminals für Aussenbereiche und Foodtrucks

Empfohlene Zahlungsarten

Womit es hier erfahrungsgemäß Probleme gibt

Einordnung der Redaktion, Stand 2026-09-26
VerfahrenWarum es hier schwierig ist
Nachnahme Für den direkten Verzehr vor Ort oder Lieferung ist Nachnahme technisch und organisatorisch ungeeignet.
Scheck Scheckzahlung ist im Gastgewerbe unüblich und für den schnellen Bezahlvorgang am Tisch nicht praktikabel.
Vorauskasse B2B Ein B2B-Vorauskasse-Modell passt nicht zum direkten Endkundengeschäft eines Restaurants oder Cafes.

Was das kostet

Die Kosten für Kartenterminals in der Gastronomie bestehen meist aus einer monatlichen Terminal- oder Servicegebühr sowie einer transaktionsbezogenen MDR für Kartenzahlungen. Manche Anbieter kombinieren Terminal-Miete und Transaktionsgebühren in einem Paketpreis, andere trennen beides. Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich, insbesondere bei hohem Kartenzahlungsvolumen, wobei neben dem reinen Preis auch die Ausfallsicherheit und der Kundensupport bei technischen Problemen berücksichtigt werden sollten. Konkrete Prozentsätze lassen sich ohne Kenntnis des individuellen Anbieters und Volumens nicht seriös nennen. Bei der Anschaffung mehrerer Terminals für ein größeres Lokal lohnt sich zudem ein Vergleich, ob ein Anbieter mit Rahmenvertrag für mehrere Geräte günstigere Konditionen bietet als der Einzelabschluss pro Terminal.

Mit eigenen Konditionen durchrechnen

So läuft es in der Praxis

In der Praxis empfiehlt sich die Anschaffung mindestens eines mobilen Kartenterminals pro Servicebereich, damit Gäste direkt am Tisch bezahlen können, ohne dass Servicekräfte zwischen Tisch und Kasse pendeln müssen. Eine häufige Stolperfalle ist ein zu langsames oder instabiles WLAN im Gastraum, das Kartenzahlungen verzögert und zu Wartezeiten führt, weshalb Terminals mit eigener Mobilfunkverbindung als Backup sinnvoll sind. Bei der Einführung neuer Bezahlmethoden wie QR-Code-Zahlung am Tisch sollte das Personal geschult werden, damit es Gästen bei technischen Fragen souverän weiterhelfen kann.
Bei Lieferdiensten ist zudem wichtig, dass die Vorabzahlung zuverlässig vor der Zubereitung bestätigt wird, um Ausfälle durch nicht abgeholte oder abgelehnte Bestellungen zu vermeiden. Ein durchdachtes Zusammenspiel aus schneller Kartenzahlung vor Ort und sicherer Vorabzahlung bei Lieferung deckt die unterschiedlichen Bedarfe der Gastronomie gut ab. Zusätzlich sollte das Serviceteam im Umgang mit häufigen Fragen zu Trinkgeld, Split-Payment unter mehreren Gästen und der Handhabung bei abgelehnten Karten geschult sein, damit Störungen im Ablauf souverän aufgefangen werden können. Bei Aussenbewirtung oder mobilen Standorten wie Foodtrucks empfiehlt sich zudem ein Terminal mit eigener Akkulaufzeit und robustem Gehäuse, das auch unter wechselnden Wetterbedingungen zuverlässig funktioniert.

Checkliste

  • Mindestens ein mobiles Kartenterminal pro Servicebereich
  • Offline-Autorisierung als Absicherung bei Verbindungsausfall prüfen
  • Trinkgeld-Funktion direkt im Bezahlprozess anbieten
  • Barzahlung weiterhin zuverlässig ermöglichen
  • Vorabzahlung bei Lieferung und Abholung einrichten
  • Terminal-Kosten verschiedener Anbieter vergleichen

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Kartenterminal auch für einen kleinen Imbiss?

In den meisten Fällen ja, da immer mehr Gäste keine oder wenig Bargeld dabei haben und kontaktlose Kartenzahlung besonders bei kleinen Beträgen sehr schnell abläuft. Ein einfaches mobiles Terminal ohne große monatliche Fixkosten ist für kleinere Betriebe oft die passende Einstiegslösung. Für die Entscheidung hilft ein Blick auf die durchschnittliche Bestellsumme und die Kundenstruktur des jeweiligen Betriebs, da sich die Investition in ein Terminal bereits bei wenigen täglichen Kartenzahlungen amortisieren kann.

Was passiert, wenn das Internet im Restaurant ausfällt?

Terminals mit Offline-Autorisierung können kleinere Kartenzahlungen anhand der auf dem Kartenchip hinterlegten Regeln auch ohne Online-Verbindung freigeben und später nachträglich abgleichen. Zusätzlich empfiehlt sich eine mobile Datenverbindung als Backup zum WLAN. Zusätzlich sollte regelmäßig die Firmware der Terminals aktualisiert werden, da Hersteller in neueren Versionen häufig die Offline-Funktionalität und die Sicherheit weiter verbessern.

Sollte ich Trinkgeld über das Kartenterminal ermöglichen?

Ja, viele moderne Terminals bieten eine einfache Trinkgeld-Funktion direkt im Bezahlvorgang an, was besonders bei Gästen ohne Bargeld die Trinkgeldbereitschaft deutlich erhöht im Vergleich zu einer reinen Barzahlungsoption. Eine klare, gut sichtbare Kennzeichnung der Trinkgeld-Option auf dem Terminal-Display erhöht erfahrungsgemäß zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass Gäste diese Möglichkeit tatsächlich nutzen.

Brauche ich für Lieferung eine andere Zahlungslösung als für den Tisch?

Ja, für Lieferung und Abholung ist eine Online-Vorabzahlung über Kreditkarte, PayPal oder Wallet sinnvoll, um Zahlungsausfälle bei Nichtabholung zu vermeiden, während am Tisch die schnelle Kartenzahlung vor Ort im Vordergrund steht. Für Lieferdienste empfiehlt sich zudem eine klare Stornoregelung, die im Bestellprozess sichtbar ist, damit Kunden bei kurzfristigen Änderungen wissen, ob und wie eine bereits geleistete Vorabzahlung erstattet wird.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-09-26

Recherche und Pflege: Redaktion Zahlungsart.net. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.