Terminal-Kartenzahlung-Kostenrechner
Kalkuliere die Kosten der Kartenzahlung im Laden aus Interchange, Acquirer-Aufschlag, Terminalmiete und Transaktionsvolumen.
Wie gerechnet wird
Der Rechner addiert zunächst Interchange-Satz und Acquirer-Aufschlag zu einem Gesamtprozentsatz, der auf den durchschnittlichen Transaktionsbetrag angewendet wird, um die Kosten einer einzelnen Kartenzahlung zu ermitteln. Multipliziert mit der Anzahl der Transaktionen im Monat ergeben sich die gesamten variablen Kosten, zu denen die monatliche Terminalmiete als fixer Bestandteil addiert wird. Aus den Gesamtkosten und dem geschätzten monatlichen Kartenumsatz, der sich aus Transaktionsbetrag mal Anzahl der Transaktionen ergibt, wird zusätzlich der effektive Kostensatz in Prozent berechnet. Beispiel: Bei 35 Euro Durchschnittsbon, 0,2 Prozent Interchange, 0,3 Prozent Acquirer-Aufschlag, 20 Euro Terminalmiete und 200 Transaktionen im Monat ergeben sich 0,5 Prozent Gesamtprozentsatz, also 0,175 Euro Kosten je Transaktion, gerundet 0,18 Euro. Bei 200 Transaktionen ergeben sich rund 35 Euro variable Kosten, zuzüglich 20 Euro Terminalmiete macht das 55 Euro Gesamtkosten im Monat bei einem Kartenumsatz von 7.000 Euro, das entspricht etwa 0,79 Prozent effektivem Kostensatz. Ändert sich einer der Eingabewerte, etwa weil ein neuer Vertrag ausgehandelt wurde oder sich das Umsatzvolumen verändert hat, lässt sich das Ergebnis jederzeit neu berechnen, ohne dass du die Formel selbst nachvollziehen musst. So kannst du unterschiedliche Szenarien schnell nebeneinander durchspielen und siehst sofort, welchen Effekt eine einzelne Veränderung auf die Gesamtkosten hat.
Worauf der Rechner aufsetzt
Wer im stationären Geschäft Kartenzahlungen akzeptiert, zahlt dafür in der Regel mehrere Kostenbestandteile: das Interbankenentgelt (Interchange), das an die kartenausgebende Bank fließt und in der EU durch die Verordnung 2015/751 auf höchstens 0,2 Prozent bei Debitkarten und 0,3 Prozent bei Kreditkarten pro Transaktion gedeckelt ist, einen Aufschlag des eigenen Acquirers oder Zahlungsdienstleisters für die Abwicklung, sowie oft eine monatliche Miete für das Kartenterminal selbst. Dieser Rechner bildet diese drei Bestandteile ab und rechnet sowohl die Kosten einer einzelnen Transaktion als auch die monatlichen Gesamtkosten auf Basis deines geschätzten Transaktionsvolumens aus. Da der tatsächliche Interchange-Satz je nach Kartenart, Kartennetzwerk und konkretem Vertrag unterhalb des gesetzlichen Deckels liegen kann und der Acquirer-Aufschlag individuell verhandelt wird, trägst du beide Werte aus deinem eigenen Vertrag oder Angebot ein. Der Rechner eignet sich für Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister, die ein Kartenterminal einsetzen oder einsetzen wollen und die tatsächliche Kostenbelastung realistisch einschätzen möchten, bevor sie sich für einen Anbieter entscheiden oder bestehende Konditionen neu verhandeln. Bewahre die eingetragenen Werte am besten zusammen mit dem Datum deiner letzten Vertragsprüfung auf, denn Konditionen von Banken und Zahlungsdienstleistern ändern sich erfahrungsgemäß mehrmals im Jahr, und ein regelmäßiger Abgleich verhindert, dass du mit veralteten Zahlen kalkulierst. Wer den Rechner wiederholt nutzt, etwa quartalsweise oder nach jeder Vertragsanpassung, bekommt so ein realistisches Bild davon, wie sich die eigene Kostenstruktur über die Zeit entwickelt.
Annahmen
- Interchange-Satz und Acquirer-Aufschlag stammen aus deinem eigenen Vertrag und werden nicht vom Rechner vorgegeben, der gesetzliche Deckel dient nur als Obergrenze zur Einordnung.
- Es wird ein einheitlicher durchschnittlicher Transaktionsbetrag für alle Kartenzahlungen unterstellt, tatsächlich können einzelne Zahlungen stark abweichen.
- Debit- und Kreditkartenzahlungen werden nicht automatisch getrennt berechnet, du solltest bei starkem Mix mit einem gewichteten Durchschnittssatz rechnen.
- Einmalige Anschaffungskosten für ein gekauftes statt gemietetes Terminal sind nicht enthalten.
Was er nicht kann
- Der Rechner unterscheidet nicht automatisch zwischen verschiedenen Kartennetzwerken mit teils unterschiedlichen tatsächlichen Sätzen unterhalb des gesetzlichen Deckels.
- Zusatzkosten wie SIM-Karten-Gebühren für mobile Terminals oder Transaktionsgebühren des Netzbetreibers sind nicht enthalten.
- Er berücksichtigt keine Staffelrabatte ab höherem Transaktionsvolumen.
- Kosten für Bargeldabwicklung als Alternative werden nicht vergleichend dargestellt.
Wichtig
Dieser Rechner arbeitet ausschliesslich mit den Werten, die du einträgst. Wir hinterlegen keine Anbieterpreise als Vorgabe, weil Konditionen individuell verhandelt werden. Nimm die Zahlen aus deinem Vertrag oder deiner letzten Abrechnung. Das Ergebnis ist eine Rechenhilfe und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung.
Häufige Fragen
Warum liegt der Interchange-Deckel bei Debitkarten niedriger als bei Kreditkarten?
Die EU-Verordnung 2015/751 unterscheidet zwischen Debit- und Kreditkartentransaktionen und setzt für Debitkarten einen niedrigeren Höchstsatz von 0,2 Prozent, für Kreditkarten einen Höchstsatz von 0,3 Prozent fest. Der Gesetzgeber begründete dies unter anderem mit unterschiedlichen Kostenstrukturen und Risikoprofilen der beiden Kartentypen für die kartenausgebenden Banken. Im Zweifel lohnt sich zusätzlich ein Blick in die eigenen Vertragsunterlagen oder eine kurze Rückfrage beim jeweiligen Anbieter, da sich Details je nach individuellem Vertrag und Zeitpunkt unterscheiden können und eine allgemeine Antwort nicht jeden Einzelfall abdeckt.
Muss mein Acquirer den gesetzlichen Interchange-Deckel automatisch an mich weitergeben?
Der gesetzliche Deckel begrenzt nur das Interbankenentgelt zwischen den Banken, nicht den Endpreis, den dein Acquirer oder Zahlungsdienstleister dir in Rechnung stellt. Dieser kalkuliert zusätzlich seine eigene Marge sowie Kosten für Terminal, Support und Abwicklung, weshalb dein tatsächlicher Gesamtsatz über dem reinen Interchange-Deckel liegen kann. Im Zweifel lohnt sich zusätzlich ein Blick in die eigenen Vertragsunterlagen oder eine kurze Rückfrage beim jeweiligen Anbieter, da sich Details je nach individuellem Vertrag und Zeitpunkt unterscheiden können und eine allgemeine Antwort nicht jeden Einzelfall abdeckt.
Lohnt sich ein gekauftes statt gemietetes Terminal?
Das hängt vom Transaktionsvolumen und der geplanten Nutzungsdauer ab. Bei hohem, dauerhaftem Volumen kann sich der Kauf eines Terminals gegenüber einer laufenden Monatsmiete finanziell lohnen, während eine Mietlösung bei unsicherem oder schwankendem Bedarf mehr Flexibilität bietet. Ein Vergleich der Gesamtkosten über die geplante Nutzungsdauer gibt Aufschluss. Im Zweifel lohnt sich zusätzlich ein Blick in die eigenen Vertragsunterlagen oder eine kurze Rückfrage beim jeweiligen Anbieter, da sich Details je nach individuellem Vertrag und Zeitpunkt unterscheiden können und eine allgemeine Antwort nicht jeden Einzelfall abdeckt.
Sind kontaktlose Zahlungen teurer als Zahlungen mit PIN-Eingabe?
Die Interchange-Regulierung unterscheidet grundsätzlich nicht danach, ob eine Zahlung kontaktlos oder mit PIN-Eingabe erfolgt, sondern nach Kartenart. Einzelne Acquirer können dennoch unterschiedliche Konditionen für bestimmte Zahlungswege vorsehen, weshalb ein Blick in den eigenen Vertrag sinnvoll ist, falls kontaktlose Zahlungen einen großen Anteil deines Umsatzes ausmachen. Im Zweifel lohnt sich zusätzlich ein Blick in die eigenen Vertragsunterlagen oder eine kurze Rückfrage beim jeweiligen Anbieter, da sich Details je nach individuellem Vertrag und Zeitpunkt unterscheiden können und eine allgemeine Antwort nicht jeden Einzelfall abdeckt.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-09-26
Recherche und Pflege: Redaktion Zahlungsart.net. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.