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PSP-Gebühren-Rechner

Rechner · Stand: 2026-09-26 · Redaktion

Rechne die monatlichen Gesamtkosten eines Zahlungsdienstleisters aus Prozentsatz, Fixgebühr und Grundgebühr aus.

Summe aller Beträge, die über den PSP abgerechnet werden.
Anzahl der einzelnen Zahlungsvorgänge im Monat.
Variabler Kostenanteil vom Bruttoumsatz laut deinem Vertrag.
Feste Gebühr, die je Transaktion zusätzlich anfällt.
Fixe monatliche Kontoführungs- oder Vertragsgebühr, falls vorhanden.
Optional: Anteil des Umsatzes, der als Rückerstattung wieder ausgezahlt wird und bei manchen PSP zusätzliche Bearbeitungsgebühren auslöst.

Wie gerechnet wird

Die Rechnung folgt der üblichen Kostenstruktur eines PSP-Vertrags und addiert drei Blöcke. Erstens die variablen Kosten: Umsatz mal Prozentsatz geteilt durch hundert. Zweitens die Fixkosten: Anzahl der Transaktionen mal Fixgebühr pro Transaktion. Drittens die monatliche Grundgebühr, die unabhängig vom Umsatz anfällt. Die Summe dieser drei Blöcke ergibt die Gesamtkosten. Um Anbieter unabhängig vom eigenen Umsatzvolumen vergleichen zu können, teilt der Rechner die Gesamtkosten zusätzlich durch den Umsatz und zeigt das Ergebnis als effektiven Prozentsatz. Beispiel: Bei 10.000 Euro Umsatz, 300 Transaktionen, 1,5 Prozent und 0,25 Euro Fixgebühr ergeben sich 150 Euro variable Kosten und 75 Euro Fixkosten, macht 225 Euro insgesamt, das entspricht 2,25 Prozent vom Umsatz. Bei kleinerem Durchschnittsbon steigt der Anteil der Fixgebühr an der Gesamtrechnung, bei größerem Durchschnittsbon sinkt er. Deshalb lohnt sich der Vergleich immer mit den eigenen, realistischen Zahlen und nicht mit Musterwerten aus der Werbung eines Anbieters. Ändert sich einer der Eingabewerte, etwa weil ein neuer Vertrag ausgehandelt wurde oder sich das Umsatzvolumen verändert hat, lässt sich das Ergebnis jederzeit neu berechnen, ohne dass du die Formel selbst nachvollziehen musst. So kannst du unterschiedliche Szenarien schnell nebeneinander durchspielen und siehst sofort, welchen Effekt eine einzelne Veränderung auf die Gesamtkosten hat.

Worauf der Rechner aufsetzt

Ein Payment Service Provider (PSP) verlangt für die Abwicklung von Zahlungen in der Regel eine Mischung aus mehreren Kostenarten: einen prozentualen Anteil vom Umsatz, eine fixe Gebühr pro Transaktion, oft eine monatliche Grundgebühr für Konto oder Vertrag und manchmal zusätzliche Kosten für Rückerstattungen. Wer Angebote verschiedener Anbieter vergleicht, sieht diese Bestandteile selten in einer einzigen Zahl, sondern muss sie selbst zusammenrechnen, um die tatsächliche Kostenquote am Umsatz zu ermitteln. Dieser Rechner bildet genau diese Mischkalkulation ab. Du trägst deinen monatlichen Umsatz, die Anzahl der Transaktionen und die Konditionen aus deinem eigenen Vertrag oder Angebot ein, der Rechner addiert variable Kosten, Fixkosten pro Transaktion und die Grundgebühr zu einer Gesamtsumme und weist zusätzlich den effektiven Kostensatz in Prozent vom Umsatz aus. So lässt sich schnell erkennen, ob ein Anbieter mit niedrigem Prozentsatz aber hoher Fixgebühr bei kleinen Beträgen teurer ist als ein Anbieter mit höherem Prozentsatz und niedrigerer Fixgebühr. Der Rechner ersetzt keine Vertragsprüfung, er macht aber die Struktur der Kosten sichtbar, bevor du dich für einen Anbieter entscheidest oder einen bestehenden Vertrag neu verhandelst. Bewahre die eingetragenen Werte am besten zusammen mit dem Datum deiner letzten Vertragsprüfung auf, denn Konditionen von Banken und Zahlungsdienstleistern ändern sich erfahrungsgemäß mehrmals im Jahr, und ein regelmäßiger Abgleich verhindert, dass du mit veralteten Zahlen kalkulierst. Wer den Rechner wiederholt nutzt, etwa quartalsweise oder nach jeder Vertragsanpassung, bekommt so ein realistisches Bild davon, wie sich die eigene Kostenstruktur über die Zeit entwickelt.

Annahmen

  • Alle eingetragenen Prozentsätze und Fixgebühren stammen aus deinem eigenen Vertrag oder Angebot, der Rechner kennt keine echten Anbieterkonditionen.
  • Es wird ein linearer Zusammenhang zwischen Umsatz und variablen Kosten unterstellt, Staffelrabatte ab bestimmten Umsatzschwellen werden nicht automatisch berücksichtigt.
  • Rückerstattungen werden nur informativ ausgewiesen, eine automatische Gebühr darauf wird nicht angesetzt, da diese je nach Anbieter unterschiedlich geregelt ist.
  • Währungsumrechnungs- und Auslandsgebühren sind nicht enthalten, dafür gibt es eigene Rechner.

Was er nicht kann

  • Der Rechner ersetzt keine Vertragsprüfung und keine rechtliche oder steuerliche Beratung.
  • Mindestumsätze, Kündigungsfristen oder Sonderkonditionen für einzelne Zahlarten werden nicht abgebildet.
  • Er trifft keine Aussage darüber, ob ein Anbieter für dein Geschäftsmodell technisch geeignet ist.
  • Ergebnisse sind Näherungswerte auf Basis der eingetragenen Durchschnittswerte, nicht jede einzelne Transaktion wird simuliert.

Wichtig

Dieser Rechner arbeitet ausschliesslich mit den Werten, die du einträgst. Wir hinterlegen keine Anbieterpreise als Vorgabe, weil Konditionen individuell verhandelt werden. Nimm die Zahlen aus deinem Vertrag oder deiner letzten Abrechnung. Das Ergebnis ist eine Rechenhilfe und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung.

Häufige Fragen

Welche Kostenarten fehlen typischen Vergleichen am häufigsten?

Am häufigsten unterschlagen Vergleiche die monatliche Grundgebühr und Zusatzkosten für Rückerstattungen oder Chargebacks. Wer nur den beworbenen Prozentsatz vergleicht, übersieht oft, dass ein Anbieter mit niedrigerem Prozentsatz eine höhere Fixgebühr oder eine Mindestmonatsgebühr verlangt. Erst wenn alle Bestandteile in eine einzige Kennzahl wie den effektiven Prozentsatz vom Umsatz umgerechnet werden, wird ein echter Vergleich möglich. Deshalb lohnt es sich, vor einer Entscheidung den vollständigen Vertragstext und nicht nur die Startseite eines Anbieters zu lesen.

Warum unterscheidet sich der effektive Kostensatz vom beworbenen Prozentsatz?

Der beworbene Prozentsatz bezieht sich nur auf den variablen Teil der Kosten. Fixgebühren pro Transaktion und eine monatliche Grundgebühr kommen unabhängig vom Umsatz hinzu und erhöhen den tatsächlichen, effektiven Kostensatz zusätzlich. Bei kleinen Durchschnittsbeträgen fällt dieser Unterschied stärker ins Gewicht, weil sich die Fixgebühr auf weniger Umsatz verteilt. Bei hohen Durchschnittsbeträgen nähert sich der effektive Satz dem beworbenen Prozentsatz an.

Kann ich mit dem Rechner zwei Angebote direkt vergleichen?

Ja, dafür trägst du die Konditionen des ersten Angebots ein, notierst dir die Gesamtkosten und den effektiven Prozentsatz und wiederholst den Vorgang anschließend mit den Werten des zweiten Angebots bei gleichem Umsatz und gleicher Transaktionsanzahl. So lässt sich unmittelbar erkennen, welches Angebot bei deinem tatsächlichen Geschäftsvolumen günstiger ist, statt sich allein auf den Prozentsatz zu verlassen. Im Zweifel lohnt sich zusätzlich ein Blick in die eigenen Vertragsunterlagen oder eine kurze Rückfrage beim jeweiligen Anbieter, da sich Details je nach individuellem Vertrag und Zeitpunkt unterscheiden können und eine allgemeine Antwort nicht jeden Einzelfall abdeckt.

Sind Interbankenentgelte in diesem Rechner enthalten?

Nein, dieser Rechner bildet die Endkundenkonditionen deines PSP-Vertrags ab, nicht die Interbankenentgelte, die im Hintergrund zwischen Banken fließen. Für Kartenzahlungen sind diese Entgelte durch die EU-Verordnung 2015/751 auf 0,2 Prozent bei Debitkarten und 0,3 Prozent bei Kreditkarten gedeckelt. Dein PSP kalkuliert seinen Endpreis auf dieser Basis, gibt ihn dir aber meist als einen zusammengefassten Prozentsatz weiter, den du hier einträgst.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-09-26

Recherche und Pflege: Redaktion Zahlungsart.net. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.